Wie könnte das Jahr 2019Visual Thinking Auftakt in 2019 mit einem Sketchnote Workshop! Getreu dem Einladungs-Motto, „Jeder kann Malen und Sketchnotes für alle!“, starteten wir im Januar als Visual Thinker in das neue Jahr.

Besonders freut mich, dass viele das Potential hinter Sketchnotes sehen. Es geht hierbei nicht (nur) um das Visualisieren, sondern um einen Denk-Prozess. Ein Problem/ein Thema muss vorab verstanden sein, um dieses auf das Wesentliche zu reduzieren. Fokussieren ist Grundvoraussetzung. Erst am Ende wird daraus eine Sketchnote. Das kann „on the fly“ während eines Telefonats geschehen, oder das Ergebnis einer Konsolidierung von Themen für eine Roadmap eines Programms/Projekts sein.

 Visual Thinking Auftakt in 2019 Danke Sketchnote VITAMINP.info

Visual Thinking Auftakt in 2019 mit einem Sketchnote Workshop – Danke Sketchnote VITAMINP.info

Alles was wir brauchten ist Papier & Stift und einen Kreativraum

Die eigenen Lieblingsstifte sind durch nichts zu ersetzen. Wer (noch) keinen hatte, wurde mit Finelinern, Brushpens und Papier ausgestattet. Zusätzlich hatte ich ein paar Klemmbretter dabei. Diese waren vorallem für die Sketchnoter, die nicht an einem Tisch Platz finden konnten. Die Sketchnote-Session fand in einem Kreativraum bei der Deutschen Telekom AG statt. Danke, dass es solche Räume gibt, in welchen man aus dem Arbeitsumfeld schnell abtauchen kann. Dank des vorhandenen Workshop Equipments (wie z.B. Flipchart) und Möbel, war das Set-Up für den Sketchnote Workshop schnell erledigt. Los ging es mit dem Visual Thinking Auftakt in 2019.

Der Ablauf

Die Agenda für diesen Termin war wie folgt:

  • Kurze Sketchnote Einführung. Was sind Sketchnotes und für was kann man sie einsetzen
  • Das Sketchnote 101 / 1×1 / ABC
  • Erstellen eines Steckbriefs im Sketchnote-Style
  • Spielerisch Symbole lernen

Jetzt wirds visuell

In diesem Termin gab es von mir eine kurze Einleitung zu Sketchnotes. Ich erläuterte in Kürze, was Sketchnotes sind, die Charakteristiken von Sketchnotes und was das Einsatzgebiet von Sketchnotes sein kann. Im Anschluss zeigte ich ein paar Sketchnote Basics. Danach machten wir zusammen ein paar Übungen. Primär ging es mir darum, dass die Teilnehmer die Angst vor dem leeren Blatt verlieren und einfach das Sketchnoten ausprobieren. Vorkenntnisse waren nicht notwendig. Es genügt Spaß und Interesse an dem Thema.

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Sketchnote Einführung

Wer schon einen Artikel von mir zu Sketchnotes gelesen hat, sollte Folgendes nicht überraschen: Sketchnotes sind nicht nur schön anzusehen, sie gehen auch leichter ins Gehirn. Ich habe mehrfach gelesen, dass wir 83% aller Informationen visuell aufnehmen. D.h. reine Texte, ohne Illustrationen, Fotos oder Sketches haben es schwer, ihre Aufmerksamkeit vom Gehirn zu bekommen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil von Sketchnotes ist, dass sie schnell zu erstellen sind und einfach zu „zeichnen“. Es steht hierbei im Vordergrund, die Idee zu visualisieren. Dabei geht es nicht um Kunst, auch nicht darum das perfekte Bild zu malen. Der Sinn ist es, das Symbol so einfach und schnell wie möglich zu malen. Die Frage ist, was kann ich an dem Symbol weglassen, damit man es gerade noch erkennt. Durch ein wenig Übung, hat man schnell seine persönliche Symbol-Bibliothek im Kopf. Ich persönlich nutze in meinem Arbeitsumfeld in der Regel fast immer die selben 20-30 Icons.

Sketchnotes are all about Ideas not Art Klick um zu Tweeten

Sketchnote 101

Sketchnote lernen, ist ein bißchen wie eine neue Sprache lernen. Um die ersten Hemmnisse zu nehmen, habe ich ein paar Basics gezeigt. Ich zeichnete diese live auf eine Flipchart. So sollte man sich gewiss sein, dass sie schnell und einfach sind. Gezeigt habe ich ein paar Beispiele für Schrift, für dicke, schmale, langgezogene und gestauchte Textbeispiele. Diverse Boxen, Banner und Sprechblasen brachte ich auf das Blatt, um zu zeigen, wie man Text und Headlines verpacken kann. Bevor ich ein paar exemplarische Strichmännchen (-frauchen ;-))zeigte, zeigte ich drei mögliche strukturelle Aufteilungen einer Sketchnote.

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Jetzt bist du dran

Die ganze Theorie bringt gar nichts, wenn man nicht selbst Sketchnotes aufs Papier bringt. Also heißt es selbst den Stift zücken und etwas auf ein Blatt zaubern. Als kleine Einstiegsübung hatte ich mir überlegt, das jeder einen individuellen Steckbrief im Sketchnote Design erstellt. Zu Beginn sollte ein kleines Symbol für sich selbst gezeichnet werden, gefolgt von seinem Namen. Darunter konnte man in vier gleich großen Kästchen Folgendes aufs Papier bringen:

  • Deine Hobbys
  • Was sind Sketchnotes für mich?
  • Warum möchte ich Sketchnotes nutzen?
  • Was würde ich mir für den nächsten Sketchnote Workshop wünschen?

Zum Abschluss gab es noch ein kleines Spiel. Jeder bekam zwei Post-Its Zettel. Auf jedem Blatt sollte ein Symbol gemalt werden. Hierzu gab es keinerlei Vorgaben. Diese habe ich auf einem Flipchart zentral gesammelt. In der kleinen Challenge ging es nun darum, zwei dieser Symbole zu einem neuen Symbol zu fusionieren. Eine Kaffeetasse und ein Gesicht wurde somit zu einer Tasse mit Gesicht. Echt cool, was hierbei für fancy neue Symbole heraus kamen. Eine Tasse wurde z.B. zu einem Lampenschirm für eine Glühbirne. Ein Diamant kam als Kühlergrill in einen PKW. Das war mal echt kreativ!

 Visual Thinking Auftakt in 2019 Summary Sketchnote VITAMINP.info

Visual Thinking Auftakt in 2019 Summary Sketchnote VITAMINP.info

Mir hat der Visual Thinking Auftakt in 2019 sehr viel Spaß gemacht und ich bin schon gespannt, was das Jahr noch so bringt. Ich freue mich sehr, dass das Interesse an Visual Notes/Sketchnotes so groß ist.

Kreative Grüße
Christopher