Smartphone Diät für mehr Produktivität

Ping, „Einer Deiner Facebook Freunde ist nun auch bei Instagram“. …Unlock, …Swipe, …aha. Ping, „Es wurde gerade in die Facebook Gruppe etwas gepostet“. …Unlock, …Swipe, …aha. Ping, „Zwei auf Twitter haben den Beitrag geteilt“. …Unlock, …Swipe, …aha…. „Ich brauche eine Smartphone Diät“.

So geht das mehrmal am Tag. Laut einer Studie schauen wir durchschnittlich alle 18 Minuten auf unser Smartphone. In einem Artikel von Februar 2016 habe ich gelesen, dass wir unser Smartphone bis zu 80 mal am Tag entsperren. In einem anderen Report aus UK von 2014 habe ich gelesen, dass der UK Durchschnitts-User bis zu 221 mal pro Tag auf sein Smartphone zugreift. Wenn das Swipen ein echter physikalischer Schalter wäre, könnten wir diesen wahrscheinlich wöchentlich austauschen lassen.

Die Verbesserung fängt bei der Selbstreflexion an

Ich rede so clever daher, dabei erwische ich mich selbst viel zu oft mit dem Smartphone in der Hand. Z.B. in folgender Situation. Heute morgen war ich beim Einwohnermeldeamt und musste ein paar Minuten (ja, es war wirklich keine lange Wartezeit) überbrücken. Anstatt das Buch Schwarmdumm von Gunter Dueck weiterzulesen, habe ich lieber auf dem Handy gedaddelt. Schnell mal den Facebook Thread runterscrollen. Was sind die neuesten Bilder bei Instagram? Welche Themen bewegen gerade meine Internet-Blase bei Twitter? By the way, was ist denn Dein Klickpfad auf Deinem Smartphone?

Wenn man mal ehrlich ist, bringt Dir das nichts. Ja, das Liken auf Twitter, Instagram und Facebook streichelt dem Empfänger die Seele und evtl. hat er auch ein „Impuls-Glücksgefühl“. Nachhaltiges Know-How erzeugt oder Dich tief glücklich gemacht, hat es nicht. Oder?

Wie wäre es somit, die Notification geprägte adhoc Nutzung zu reduzieren, zugunsten Deiner Produktivitätssteigerung? Mein Anspruch ist nicht, sich von dem Smartphone zu entsagen. Das würde ich selbst nicht wollen. Die Idee ist eher, den Trigger vom Smartphone auf Dich zu verlagern. Ich bin der Smartphone-Boss und entscheide selbst, wann ich etwas nachschaue und wann nicht. Wie klingt das?

Ich bin Boss am Smartphone und entscheide selbst, wann ich es nutze #Smartphonediät Klick um zu Tweeten

Du kontrollierst Dein Smartphone

Mein Apell bzw. meine Selbstreflexion in diesem Artikel, zielt auf die Frequenz der Nutzung ab, nicht auf die Nutzungsdauer in Summe. Es kann doch nicht „gesund“ sein, ca. 80 mal am Tag auf das Smartphone zu schauen und das Ganze noch fremdgesteuert. Jetzt nehmen wir mal an, durch solch eine Notifizierung und das folgende „vermeindlich wichtige“ Nachschauen auf Deinem Smartphone, verlierst Du den roten Faden. Aus dem was Du gerade konzentriert verfolgt hast, bist Du raus. Nur mal angenommen, du bräuchtest 3 Minuten, um nach dem „Gedaddel“ wieder an Deinen Konzentrationspunkt anzuknüpfen. Dann wären das rein rechnerisch (80×3=240min) 4h täglich, die Du an Zeit einfach verlierst! Die Zahlen sind nicht wissenschaftlich belegt, sondern geschätzt. Nichts desto trotz, ist an dem Zeitverlust was dran. Es kommt hinzu, dass wir unser Gehirn mit solchen, ständigen, kurzen Ablenkungen geradezu darauf trainieren, die Konzentration nicht mehr länger aufrecht erhalten zu können. Ein Buch zu lesen, wie in meinem Fall, fällt uns zunehmend schwerer. Da müssen wir doch was dran ändern!?

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Deine Smartphone Diät

Wenn es Dir wie mir geht, Du Deine Produktivität steigern möchtest und aktiv am echten Leben teilnehmen möchtest, dann habe ich hier ein paar Tipps für Dich.

  • Stelle Dir einen Wecker

Der ersetzt den ersten Blick aufs Smartphone. Das ist bei mir seit ca. 6 Jahren (fast) nicht mehr nötig. Durch meine Kinder habe ich mittlerweile natürliche Wecker, für die man auch viel lieber aufsteht.

  • Kaufe Dir einen Armbanduhr

Die Uhrzeit zu checken, ist eines der häufigsten Griffe zum Smartphone. Komischerweise bleibt es dabei in den seltensten Fällen. Die Hürde doch schnell mal bei Facebook reinzuschauen ist recht gering. Ich müsste mir mal wieder ein paar Batterien kaufen. Denn blöderweise ist immer die Uhr-Batterie leer, die ich gerade anziehen will.

  • Handy in die Tasche

Stecke Dein Smartphone, wenn Du unterwegs bist, in Deine Tasche oder Deinen Rucksack. So ist es wesentlich sicherer. Aber nicht nur das. Somit hast Du dir eine natürliche Hürde geschaffen, um es sofort aus der Hosentasche zu ziehen, wenn es Töne von sich gibt.

  • Kein Smartphone am Esstisch

Erlaubst Du Deinen Kindern beim Mittag- oder Abendessen weiter am Tisch mit Ihren Spielsachen zu spielen? Vermutlich nicht. Dann solltest Du hier auch ein Vorbild sein und während des Essens auch auf Dein Smartphone verzichten.

  • Die Nachrichten nicht sofort lesen

Das ist der schwierigste Tipp. Wiederstehe der Versuchung sofort das Smartphone zu greifen, wenn es einen Ton von sich gibt. Am Anfang musst Du förmlich gegen einen (entwickelten) Reflex ankämpfen.

Das nehme ich mir vor

Ich will die Smartphone Diät selbst anwenden. D.h. alles bis auf die Idee mit dem Wecker und evtl. die Armbanduhr. Die Tipps machen schon Sinn, aber wach werde ich von alleine und Uhren gibt es im Zweifel genug, am Laptop, am Bahnsteig und am Büro-Telefon. Die anderen Tipps nehme ich mir zu Herzen. Bin selbst gespannt, was sich in der ersten Woche in der Wahrnehmung verändert. Bist Du auch dabei? Schreib mir Deine Erkenntnisse und Erfahrungen mit der Smartphone Diät.

By | 2017-08-18T09:43:57+02:00 September 3rd, 2017|Produktivität|0 Comments

About the Author:

Ich bin Christopher Henke, Produktivitäts Verfechter, Vater, Blogger, Product Owner, Projektmanager, Sketchnote Zeichner, Blitzdesigner, Kaffee Genießer und Spielzeug Reparierer.

Ich freue mich über jedes Wort - Danke für Dein Feedback

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