Verändert hat sich nichts und doch alles! Zurück aus Westaustralien

Intensive 2 Monate in Down under sind leider vorbei. Wir sind zurück von der anderen Seite der Welt. Von teilweise 40 Grad und Wüste komme ich nun zurück in einen 8 Grad kalten und bewölkten Frühling. Von langen, mehrere 100 km langen Fahrten auf den Highways in Westaustralien, stellenweise ohne einen Menschen oder ein Auto zu sehen, komme ich nun in meine dicht bebaute Heimatstadt zurück. Der an der Sonne orientierte Lebensalltag wechselt zu einem Verpflichtungen- und Termin orientierten Alltag. Nach so einem Abenteuer mit der Familie in Westaustralien könnte man zu dem Schluss kommen – Verändert hat sich nichts! Oder?

Verändert hat sich nichts und doch alles!

Wir sind zurück aus Westaustralien. 8 Wochen Auszeit sind wie im Flug vergangen. Die ganze Familie ist Gott sei Dank wieder glücklich und gesund zurück. Die Frage, was das beste Erlebnis war, kann ich nur schwer beantworten. Eines in der engeren Auswahl, war mit Sicherheit das Schwimmen mit den Walhaien in Coral Bay. Jetzt sind wir wieder ein paar Tage zurück in Deutschland und ich frage mich, was sich für mich verändert hat?

Veraendert hat sich nichts und doch alles westaustralien sketchnote VITAMINP.info

Veraendert hat sich nichts und doch alles – Westaustralien  – Sketchnote – VITAMINP.info

Während der Reise habe ich, neben der fantastischen Natur viel erlebt und über mich selbst gelernt. Vieles was für mich/meine Familie zu Hause in Deutschland „normal“ bzw. selbstverständlich ist, ist in Westaustralien ganz anders. Z.B. mit dem Auto überall hin zu fahren, ist zu Hause kein Problem. Alle Strassen sind (mehr oder weniger gut ausgebaut). In Westaustralien kann es sein, dass die Straße plötzlich von einem geteerten Highway zu einer erdigen „Ruckelpiste“ wird. Zu Hause machen wir den Wasserhahn auf und es kommt das klarste und geruchsfreieste Trinkwasser raus. An manchen Stellen in Westaustralien hast du in einigen 100 km Radius keine einzige Wasserquelle. Aber das hier soll jetzt kein Urlaubsbericht werden, sondern ich wollte eher meine allgemeinen Erfahrungen und Erkenntnisse teilen. Vor allem meine Vorhaben für die Zukunft. Evtl. denkst du auch über eine kleine oder große Auszeit nach? Oder würdest gerne etwas ändern, machst es dann aber doch nicht?

Just Do it!

Einfach machen. Das ist nun schon länger mein Motto. Diese Reise hat mich dennoch nochmal bestärkt. Es gibt offensichtlich (ja, das habe ich an mir selbst festgestellt) Situationen, bei denen braucht man eine Priese mehr Mut. Diese Reise, mit zwei sechsjährigen Kindern, hätte auch nicht stattfinden können. Es wäre zu Beginn ein Leichtes gewesen, zu sagen, nein. Nein, es gibt dort zu viele giftige Tiere, der Flug ist für die Kinder viel zu lang und die medizinische Versorgung ist an manchen Stellen fast gar nicht gegeben. All diese Risiken sind real und nicht von der Hand zu weisen. Sich gegen diese Reise zu entscheiden wäre relativ leicht gewesen. Die Frage ist aber nicht, welche Risiken es gibt. Die Frage, die ich mir gestellt habe ist: Was würde ich verpassen, wenn ich es nicht machen würde? 

Im Leben zählen nicht die Erlebnisse die man geträumt hat. Das Leben ist was man erlebt hat. Klick um zu Tweeten

Diese Einstellung, Risiken bewusst einzugehen, sich aus der Komfortzone raus zu bewegen und sich in ungewisse Situation zu begeben, will ich auf jeden Fall beibehalten. Ich weiß auch, zumindest gilt das für mich, dass es harte Arbeit ist. Je nach Größe des Risikos, muss ich dennoch darüber nachdenken und stürze mich nicht blind in die Unsicherheit. Die Attetüde, das Mindset, will ich für mich aber unbedingt beibehalten und verstärken.

Selbstreflexion

Wie ist das bei Dir? Hast Du auch eine oder mehrere Ideen, die du nicht angehst, da du nur oder vorwiegend die Risiken betrachtest? Wenn du etwas analytischer an deine ausstehende Entscheidung gegangen bist, hast du ggf. schon eine Pro/Contra Liste gemacht. Was bei so einer Liste allerdings zu kurz kommt ist das Bauchgefühl. Klar sollte man bei großen Entscheidungen rational darüber nachdenken, Fakten vergleichen und abwägen. Zählen am Ende aber nicht eher Emotionen? Z.B. ist mehr Gehalt für einen neuen Job, ein positiver Faktor? Wahrscheinlich motiviert es dich auch. Zumindest eine zeitlang. Aber macht dich der Mehrverdienst glücklich? Sind es nicht eher die Menschen, die mit dir im Projekt sind, die Tätigkeit und evtl. die Freiräume? Du brauchst ein neues Auto und vergleichst diverse Testberichte. Zum Schluss entscheidest du dich dennoch für den Wagen mit der coolsten Form. Oder einem anderen subjektiven Merkmal. Wahrscheinlich ticken wir hier alle ähnlich… oder doch anders?

Nochmal im Kopf zurück nach Westaustralien. Was habe ich dort erlebt und was möchte ich ändern.

Hier eine Liste an Situationen und Dingen, dich mich nachhaltig bewegt haben:

  • Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit. Ich weiß das Trinkwasser viel mehr zu schätzen. Eine schöne Flasche zum Nachfüllen habe ich mir bereits zugelegt.
  • Ich habe mein Kryptonite entdeckt. Eine Situation hat mich an meine persönlichen Grenzen gebracht. Auch meine gute Laune hat Grenzen, an denen ich noch arbeiten muss.
  • Ich durfte das wahre Lebenselixier erleben dürfen und habe es aufgesogen. Den ganzen Tag draußen in der Natur sein zu dürfen, ist glaube ich das echte Leben.
  • Die Welt erleben. Die Welt hat so viele schöne Seiten, die ich in Form der Tierwelt, der Landschaften und vorallem der vielen Menschen erleben durfte.

Es bleibt alles anders

Bleibt alles anders oder wird alles so wie es ist? Normalerweise brauche ich keine Zeitpunkte, wie z.B. Silvester, um mir Veränderungen vorzunehmen oder Ziele zu setzen. Nach diesem Urlaub ist es mir aber eine Herzensangelegenheit an dem Erlebten so lange wie möglich festzuhalten. Zumindest an einer gewissen Lebensart bzw. Lebenseinstellung möchte ich weiter dran bleiben.

>> #Stillstand ist der tod, geh voran, bleibt alles anders << @groenemeyer #Verändert hat sich nichts und doch alles! Klick um zu Tweeten

Was nehme ich mir nun konkret vor.

  • Ich möchte mehr die Natur erleben und mehr draußen sein. Ein erster Schritt könnte sein, nach dem Mittagessen eine kleine Runde Spazieren zu gehen.
  • Das Wasser schätzen und mehr Leitungswasser genießen. Die wiederauffüllbare Wasserflassche ist berits gekauft und in Betrieb.
  • Bewusster Leben. Das bezieht sich auf möglichst alle Situationen, sogar die Unschönen. Auch bei diesen macht es keinen Sinn, sich darüber zu ärgern. Sondern man muss sie wohl akzeptieren und das Beste daraus machen.
  • Risiken bewusst eingehen und mich nicht abschrecken lassen. Die größten Erfolge und Erlebnisse geschehen, glaube ich nur, wenn man Neues und Unvorhersehbares wagt. Hier wünsche ich mir mehr Mut.
  • Mehr Dinge tun die Spaß machen. Dinge abgesagt sind schnell. Z.B. hat man manchmal keine Lust nach einem langen anstregenden Arbeitstag auf ein Treffen mit alten Freunden. Nicht selten wird aber genau dieses Treffen zu einem der besten Abende.

Das wars für den Moment. Was hast Du dir von deinem letztem Urlaub oder mentalen Ausflügen für Ziele gesetzt? Bzw. was ist davon noch übrig und warum sind einige Vorhaben auf der Strecke geblieben? 😉 Kannst Du rückblickend sagen, verändert hat sich nichts?

By |2018-04-08T00:10:38+00:00April 8th, 2018|Produktivität|2 Comments

About the Author:

Ich bin Christopher Henke, Produktivitäts Verfechter, Vater, Blogger, Product Owner, Projektmanager, Sketchnote Zeichner, Blitzdesigner, Kaffee Genießer und Spielzeug Reparierer.

2 Comments

  1. Lydia Weinert 10. April 2018 at 11:14 - Reply

    Super geschrieben! Wir sind schon gespannt auf eine persönliche Berichterstattung 🙂 Beste Grüße von den vier Weinerts

    • Christopher 10. April 2018 at 11:15 - Reply

      Vielen Dank Lydia. Die Berichterstattung folgt natürlich 😉

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