7 Feedback Tipps für dein Team und dich

Wir wollen im Team wachsen. Jeder möchte sein Bestes geben und jeder möchte Spaß bei der Arbeit haben. Das bekommen wir im Team nur hin, wenn wir einander kennen und ehrlich miteinander sind. Wir sollten gemeinsame Erfolge feiern und Fehlentscheidungen sowie Probleme benennen. Miteinander lernen sollte die Devise sein. Der beste Weg hierzu ist sich im Team Feedback zu geben. Hier habe ich ein paar Feedback Tipps. Wie das gehen kann und mit welche Methoden du hierzu weiter kommst, kannst du im Folgenden lesen. Am Besten du fängst gleich mit dem Planen der nächsten Feedbackrunde an. Damit es nicht beim Lesen bleibt, habe ich hier ein paar Feedback Tipps.

Feedback ist nicht selbstverständlich und schon gar nicht trivial …

Giving and receiving feedback is a skill and most people are not naturally good at it

Das Zitat ist von Mary Shapiro. Sie wurde 2009 von Barack Obama zur Vorsitzenden der US Börsenaufsicht ernannt und lehrte u.A. Organisationsverhalten an der Simmons University in Boston.

Feedback Tipps gibt es immer

Ich bin davon überzeugt, dass es immer Feedback geben kann. „Das Thema ist brandneu. Darüber habe ich noch nichts gehört“. „Wir arbeiten seit einem Jahr in diesem Team-Setup. Was sollen wir uns noch Feedback geben?“.  Hier zwei „Extreme“. In beiden Fällen kann Feedback geben sehr hilfreich sein. In dem ersten Fall hat man zumindest eine Meinung zu dem Thema. Teilt man diese im Team, können hieraus die unterschiedlichsten Erwartungshaltungen aufgezeigt werden. Im besten Fall, können hieraus sogar „next steps“ resultieren. Im zweiten Fall empfiehlt sich Feedback als Retrospektive. In einem Jahr ist ganz bestimmt nicht alles perfekt gelaufen. Ein Blick zurück, schafft Erkenntnisse für einen fokussierten Fortschritt nach vorne.

Grund für das Feedback

Warum gibt es eine Feedbackrunde? Was ist der Anlass? Zu was genau geben wir Feedback? Feedback kann meiner Meinung nach aus diversen Gründen wichtig sein. Feedback kann allgemein dem Teambuilding dienen. Hier hilft schon ein „einfacher“ Austausch zu allgemeinen Themen. Feedback kann weiterhin notwendig sein, um eine konfliktbehaftete Situation zu lösen. Wie auch immer. Zu Beginn einer Feedbackrunde, sollte der Rahmen abgesteckt sein. Zu was geben wir jetzt Feedback?

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Aktives Zuhören

Als Moderator, ScrumMaster oder generell als Beteiligter einer Feedback-Runde, ist aktives Zuhören gefragt. Nur wenn man die Anliegen versteht, kann man zusammen besser werden. Es hilft hierbei ungemein, wenn man seine Ego zurücknimmt. Einen Konsens findet man nicht indem man kompromisslos miteinander diskutiert. By the way, wie läuft das eigentlich in der Politik? Hier treffen nur Alpha-Charaktere aufeinander. Wie kommen sie zu einem Konsens?

7 Feedback Tipps - Sketchnote - VITAMINNP.info

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Bleib dabei positiv

Ein weiterer Tipp ist, beim Feedback geben positiv sein. Verfalle nicht in eine Mecker-Runde. Zudem sind solche anklagenden Feedbacks, meiner Meinung nach wenig konstruktiv. Nur zu sagen was nicht geklappt hat, ohne Vorschläge wie man es besser machen kann, bringt keinem etwas. Wir kommen gemeinsam nur weiter, wenn es motiviert. Sei nicht anklagend. Lasst uns lieber miteinander lernend.

Bleibe objektiv, niemand persönlich angreifen

„Du hast Mist gebaut“, mag stimmen. Die Aussage bringt aber nichts im Feedback-Gespräch. Da verfällt man in eine Schockstarre. Es ist nicht empfehlenswert für die Zusammenarbeit, das Teamgefühl und schon gar nicht für die Motivation des Einzelnen. Konzentriere dich beim Feedback auf das Thema und werde nicht persönlich. Hierbei muss man eigentlich nur in sich hineingehören. Du magst sicherlich auch nicht persönlich angegriffen werden. Wir sind doch Profis! Oder? 😉 Dann lasst uns auch so verhalten!

Auf den Punkt

Versuche dein Feedback auf den Punkt zu bringen. Zu allgemeines Feedback bringt den Feedbacknehmer und das Team nicht weiter. Es hilft ungemein vor dem Feedback darüber nachzudenken, was man sagen möchte. Die Runde besteht ggf. aus mehreren Personen, die alle individuelles Feedback geben wollen. Zudem ist Zeit ein hohes Gut, dass man nicht verschwenden sollte. Was willst du sagen? Wenn du dich in einem Monolog verlierst, schalten die Zuhörer mental ab. Am Ende eines Workshops können das Sätze sein, wie „Danke für deine Motivation“ oder „Du bist ein super Teamplayer“. Sie zeigen zum Einen, dass dir etwas aufgefallen ist und zum Zweiten motiviert es den Feedback-Nehmer zum Weitermachen. Eine Ergänzung der Feedback Tipps ist das KISS Prinzip:

Denke beim #Feedback geben an das #KISS-Prinzip: Keep It Short and Simple! Klick um zu Tweeten

Noch ein Feedback Tipp: Stellt euch für das Feedback einen Timer. Ein erster Zeitrahmen, könnten 30 min. für eine Runde von 5-7 Personen sein. Für eine Blitzlicht-Feedback, z.B. am Ende eines Workshops, würde ich dagegen eher 10 min. ansetzen. Die Dauer hängt davon ab, was ihr in der Feedback-Runde ansprechen bzw. herausarbeiten wollt.

Mögliche Fragen für eine Team Futurespektive

Jetzt bist du kurz vor deiner Teamfeedback-Runde. Welche Fragen sollen wir uns stellen? Hier habe ich folgende Vorschläge für dich. Ähnlich wie in einer Retrospektive, können folgende drei Fragen euch weiter bringen:

  • Was sollten wir ausprobieren bzw. anfangen zu tun?
  • Was sollten wir stoppen?
  • Was sollten wir weiter machen?

Am Ende sollten alle Dinge angesprochen worden sein, die dich und die Teammitglieder beschäftigen. Wahrscheinlich fallen euch danach weitere Punkte ein. Die können z.B. in der nächsten Feedback-Runde zum Thema werden. Es muss ja nicht bei einmal Feedback pro Jahr bleiben.

Die o.g. Fragen kannst du genau so gut dir selbst stellen, um eine Selbstreflexion durch zu führen. Dies bietet sich z.B. an, wenn man vor einer Entscheidung steht, oder diverse Optionen abzuwägen hat. Ich mache mir dabei immer Notizen auf einem blanko Blatt Papier. Nicht immer komme ich sofort zu einer Entscheidung. Aber es bringt mich auf andere Optionen, an die ich zu Beginn nicht gedacht habe. Und manche Entscheidungen müssen reifen. Der Trick ist dran zu bleiben und nicht auf zu geben.

So, dann viel Spaß beim Feedback geben. Ich würde ich freuen, wenn du mir deine Erkenntnisse zuschickst. Oder schreibe direkt hier unten einen Kommentar rein. Danke dir!

By |2018-12-02T20:51:10+00:00Dezember 3rd, 2018|Produktivität|1 Comment

About the Author:

Ich bin Christopher Henke, Produktivitäts Verfechter, Vater, Blogger, Product Owner, Projektmanager, Sketchnote Zeichner, Blitzdesigner, Kaffee Genießer und Spielzeug Reparierer.

One Comment

  1. Tom 11. Dezember 2018 at 20:55 - Reply

    Hi Christopher,

    vielen Dank für den Artikel. Gerade wir in Mitteleuropa müssen uns mehr an die Feedback Mentalität gewöhnen. Mit dem Agilen Framework und der Retrospektive sind wir zumindest schon auf einen guten Weg.

    Meine Erfahrung zeigt mir, dass es wichtig ist einen fähigen Moderator in Feedback-Runden zu haben. Sonst endet es in Merkerei und dem Feedback-
    Nehmer hilft es wenig. Er wird dann in eine Verteitigungshaltung gehen.

    Mein Tipp hier. Feedback ist ein Geschenk und wird nicht kommentiert, sondern nur dankend angenommen.

    Viele Grüße,
    Tom

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