Was sind meine Stärken? … und nutze ich meine Stärken?

Heute schreibe ich über ein Thema, dass mich schon einige Monate, nein… schon mindestens 2 Jahre beschäftigt. Was sind meine Stärken? Nutze ich meine Stärken und habe ich noch Potential? Mache ich das, was zu meinen Stärken passt? Es fühlt sich in etwa so an, wie die erste Schlüsselsituation von Neo, im Film „Matrix“. Neo sitzt in einem mysteriösen Zimmer und überlegt, ob er die rote oder blaue Tablette nehmen soll. Er muss eine Entscheidung treffen. Bleibt er in der gewohnten Welt, in der er sich auskennt (Komfortzone). Oder macht er den Sprung ins Unbekannte, in etwas Neues, was er noch nicht begreifen kann, es ihn aber innerlich irgendwie ruft. (Weißt du noch, für was die rote und für was die blaue Pille steht?)

In diesem Moment sagt Morpheus (sein „Mentor“) folgendes:

„Du bist hier, weil Du etwas weißt. Etwas, was Du nicht erklären kannst. Aber Du fühlst es. Du fühlst es schon Dein ganzes Leben lang.“

Gut, danach wird es ziemlich fancy und gewinnt noch mehr an Science-Fiction Charakter. Aber die Situation passt. Ich merke in mir eine zunehmende Unzufriedenheit mit dem Standard. Ich hinterfrage zunehmend mehr Dinge, Situationen und Aufgaben. Mich für Projekte und Jobs zu begeistern, die ich früher einfach gemacht habe, weil ich es konnte, fällt mir heute schwerer. Das Schöne am Projekt-Business ist, dass kaum ein Projekt wie das andere ist. Gut, das liegt schon in der Definition des Projekts. Dennoch schreit es in mir nach immer mehr Sinnhaftigkeit, Kreativität, Querdenken, Hinterfragen der Sinnhaftigkeit und vor allem nach Spaß.

Das Pinguin Prinzip

In diesem Zusammenhang habe ich vor längerem ein super inspirierendes Video gesehen. Das habe ich mir gleich in meiner Evernote Blog-List, für einen späteren Blog-Artikel gespeichert. Das Video heißt, die Pinguin Geschichte von Dr. med. Eckart von Hirschhausen. Sieh selbst …

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Das Video bringt es sehr gut auf den Punkt. Wahrscheinlich auch, da Dr. Eckart von Hirschhausen, das so charismatisch erzählt. Es macht sich bei mir mehr und mehr das Gefühl breit, dass ich ein Pinguin an Land bin. Ja, ich kann mich vorwärts bewegen. Ich habe einen super Job, bei einem tollen Arbeitgeber und auch ein paar vorzeigbare Ergebnisse erreicht. Dennoch denke ich, dass da mehr geht. Aber wo ist mein Meer, mein Element? Kennst du das Gefühl auch? Oder bist du einer der Glücklichen, die ihr Meer und ihren Traumjob mit ihrem Wunschumfeld bereits gefunden haben?

Was sind meine Stärken? Pinguin Sketchnote VITAMINP.info

Was sind meine Stärken? Pinguin Sketchnote VITAMINP.info

Ich entdecke und entwickle mehr und mehr Fähigkeiten, die ich gerne einsetze. Sie passen aber teilweise nicht zu dem Job, den ich bislang ausübe. Da ich von den Inhalten, der Vision und dem Image meines Arbeitgebers überzeugt bin, such ich mir „Lücken“/Nischen, um mich darin auszubreiten. Ich habe hierbei das Glück, dass ich etwas Raum habe, um neue Dinge auszuprobieren.

Dinge ausprobieren

Seit bald 3 Jahren – whooops… das war mir selbst bis eben nicht bewusst – schreibe ich diesen Blog VITAMINP.info. Jeder braucht einen Kanal, einen Weg um seinen Bedürfnissen nachzukommen und Gedanken Ausdruck zu verleihen. Der Blog war und ist einer davon für mich geworden. Das war für mich zu Beginn ein Sprung ins kalte Wasser und mit vielen Fragen/Ängsten versehen. Was werden die Leser zu meinen Inhalten sagen? Wie bekomme ich überhaupt Leser? Was sagen meine Freunde und Arbeitskollegen dazu? All die Ängste haben sich bislang als unberechtigt herausgestellt. Es scheint somit eine Art Meer, für zumindest einige meiner Pinguin-Bedürfnisse zu sein. 😉 Der Frage – Was sind meine Stärken? – komme ich offensichtlich immer näher. Wie ist es bei dir?

Seit ca. 2 Jahren erstelle ich Sketchnotes. Diese versuche ich an jedem Meeting, jeder Präsentation oder Workshop an Frau und Mann zu bringen. Gefragt oder ungefragt. Fast täglich schnappe ich mir einen Zettel, meine Kladde oder ein anderes Notizheft und notiere meine Visual Notes. Ich bilde mir ein, mittlerweile visuell zu denken. Beim Brainstorming, wenn ich Problembeschreibungen höre oder Use Case beschreibe, stelle ich mir im Geiste eine visuelle Beschreibung dessen vor. Meine Mission ist:

#nomorepowerpoint! Die inhaltlich überladenen und in Masse produzierten Folien haben ausgedient > go for #Sketchnotes #VITAMINP Klick um zu Tweeten
Was sind meine Stärken? Sketchnote VITAMINP.info

Was sind meine Stärken? Sketchnote VITAMINP.info

Vom Pool ins Meer

Was will ich damit sagen? Ich kenne bzw. sehe das Meer noch nicht, in das es mich zieht. Ich entdecke die Meere aber mehr und mehr.  Oder konkreter. Ich probiere Neues aus. Du findest es cool, wie andere komplexe Beschreibungen visuell in kompakter Form abbilden? Dann probiere es aus. Du hast ein Thema, das dich bewegt, über welches du schreiben möchtest? Dann los gehts mit deinem Blog. Du denkst, du hast gute Ideen für die digitale Transformation in deinem Unternehmen? Dann mach bei der Reorganisation mit und biete dich an.

Für mich scheint der interaktive Ansatz der Richtige zu sein. Ich kenne noch nicht mein Ziel, aber ich sehe einen Weg. Den Weg des Ausprobierens. Geht es dir auch so, dass du eine Veränderung suchst und das Ziel noch nicht kennst? Auf der Stelle stehen und abwarten ist aber nicht dein Ding? So geht es mir auch. Also, mit was können wir anfangen? Die Größe des nächsten Schritts ist egal. Hauptsache wir bewegen uns, lernen, sammeln Erfahrungen und kommen vorwärts.

Hierzu fällt mir noch ein motivierendes Zitat vom Song „MfG“ der „Die Fantastischen Vier“ ein:

„Die Welt liegt uns zu Füßen, denn wir stehen drauf
Wir gehen drauf für ein Leben voller Schall und Rauch
Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf“

Yeah! Das ist es doch. Wir haben es selbst in der Hand etwas zu machen. Lieber ausprobieren und scheitern, als es nie versucht zu haben. Was wolltest du denn schon immer mal tun und hast es nicht gemacht?

Das ist dein Kapitel

Neben dem Ausprobieren diverser Dinge, wie einen Blog zu schreiben, Sketchnotes, Design Thinking, Schlagzeug spielen oder CrossFit, suche ich immer noch nach meinem Ziel. Hierzu habe ich bereits meine Stärken untersucht. U.A. mittels der Strengthfinder von Gallup Inc. Das hat dazu geführt, dass ich mich selbst besser kenne und weiß, warum ich in manchen Situation so reagiere, wie ich reagiere. Aber ein richtiges Ziel, habe ich noch nicht.

Was sind deine Stärken? Warst oder bist du in einer ähnlichen Situation wie ich? Wie hast du dir geholfen oder helfen lassen, um dein Ziel zu erkennen? Oder bist du bereits als Pinguin im Meer geboren worden und musstest nicht dein Meer suchen? 😉 Schreib mir einen Kommentar oder eine E-Mail.

Ich freue mich von dir zu hören oder zu lesen. Bis dahin, nur nicht stehen bleiben!

Christopher

By |2018-06-30T18:43:36+00:00Juli 1st, 2018|Produktivität|0 Comments

About the Author:

Ich bin Christopher Henke, Produktivitäts Verfechter, Vater, Blogger, Product Owner, Projektmanager, Sketchnote Zeichner, Blitzdesigner, Kaffee Genießer und Spielzeug Reparierer.

Ich freue mich über jedes Wort - Danke für Dein Feedback

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.